5 Sterne Hotel oder Survival Camp?

In manchen Weinregionen dieser Welt ist es für Trauben ein wahres Schlaraffenland!

In der Sonne herum lümmeln und irgendwann einfach in die Finger schnipsen und es gibt kühles Wasser.

 

Wieso, denkt ihr? Regnet es dort auf Kommando? Natürlich nicht!

Diese verwöhnten Urlaubsträubchen haben eine persönliche Wasserleitung, aus der es, je nach Bedarf, entweder tröpfelt oder strömt.  Herrlich, dieses All-Inclusive! Ab und zu wird sogar, zum großen Vergnügen, der eine oder andere Damm geöffnet, damit alle Rebstöcke zusammen ein erfrischendes Fußbad nehmen können. Das sind Voraussichten: Sonnenschein aufs Antlitz, Wurzeln im angenehmen Nass und immer ein Schluck gegen den Durst in Reichweite.

So geht es zu auf der sonnigen Südhalbkugel. (Würden wir nicht alle gerne ab und zu dorthin …) Traubennirvana!

Ganz anders geht es zu in Europa. Hier gibt es keinen Durstlöscher auf Zuruf, selbst wenn es wochenlang trocken ist und heiß …Abwarten und durchhalten ist hier die Devise!

Boot Camp formt den Charakter und der nächste Regen kommt bestimmt. (Und vielleicht hört er auch jemals wieder auf …) Geflutet wird nur durch den Rhein! Ach, herrjeh, Bewässern ist bei uns doch nicht erlaubt …

Man sieht es schon vor sich … In ein paar Wochen klopft ein Beamter des Bundesweinbauamtes an, mit diesem Foto als Beweis und überreicht ein Knöllchen! Das wär‘s!

Denn Regeln sind Regeln. Da müssen wir uns dran halten. Auch wenn diese Moral nur bei uns in Deutschland so herrscht … Vielleicht sollten wir das doch so langsam überdenken?!? 😉

Ich wünsche ein schönes, trockenes Wochenende!

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