Alter Wein und junge Weiber …

die-mutter-koeniginnen… sind die besten Zeitvertreiber.
So dichtete schon Wilhelm Busch.

Wir, das Super Schoppen Shopper Team, sind ja bekanntermaßen Freunde von jungen, frischen Tropfen. Die allermeisten Weine dieser Welt sollten in den ersten zwei oder drei Jahren nach Abfüllung getrunken werden, sie werden mit der Zeit nicht besser.

Ausnahmen sind die großen, berühmten schweren Bordeaux, die dichten roten und weißen Burgunder oder Baroli – um nur einige zu nennen. Das sind Weine die man nicht einfach so abends zum Butterbrot trinkt.
Diese Weine reifen in der Flasche weiter und erreichen manchmal erst nach 20 oder mehr Jahren ihren Höhepunkt.

Mit dem Alter ist es so eine Sache: Jeder will alt werden, keiner will es sein. Und alle wollen wissen, mit welcher Lebensweise man ein hohes Alter erreicht. Die selige Queen Mum verdankte ihr hohes Alter, wie sie selber meinte, dem regelmäßigen Konsum von einem Gläschen Gin Dubonnet. Die mit 122 Jahren als älteste Frau der Welt gestorbene Jeanne Calment gab als ihr Lebenselixier den innerlichen und äußerlichen Gebrauch von Olivenöl, regelmäßig ein Gläschen Portwein und 1 kg Schokolade pro Woche an.

Auch bei den Weinen gibt es die reinen Methusalems.

Der angeblich älteste Wein der Welt stammt aus dem Jahr 325 n. Chr. und ist im Pfalzmuseum in Speyer zu bewundern. Schmecken tut der aber sicher nicht mehr. Immerhin ist er noch flüssig! 🙂

Der älteste noch trinkbare Wein, ein Weißwein, liegt seit 543 Jahren in einem Fass in Straßburg. Allerdings wird er sehr selten probiert, nur zu ganz besonderen Gelegenheiten. Das letzte Mal hat sich der französische General Leclerc nach der Befreiung Straßburgs von den deutschen Besatzern ein Schlückchen gegönnt, das war 1944.

Dieser Wein musste nun in ein neues Fass umziehen, weil das alte undicht geworden war und so jedes Jahr ungefähr 3 Liter verloren gingen. Eine ziemlich aufwändige Prozedur! Zuerst wurde der Wein unter klinisch reinen Bedingungen in ein Edelstahlfass umgepumpt. Gleichzeitig wurde ein passgenaues 450 Liter fassendes Eichenholzfass gebaut, in dem der Wein seinen Dornröschenschlaf fortsetzen kann.

Jetzt ruht er wieder sicher in seinem neuen Zuhause und wir wünschen ihm weitere unbeschwerte 500 Jahre. Und gerne würden wir auch mal ein ganz kleines Schlückchen probieren. Wie so ein alter Tropfen wohl schmeckt? Vielleicht laden uns die Straßburger dazu ja mal ein…
Und wir erforschen dann das Geheimnis, wie er so lange frisch bleiben konnte! 😉

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