Die letzte Reise des Herrn Bialetti

Coffee_pot_MokaVor einigen Wochen ist Renato Bialetti von uns gegangen. Bialetti? Da war doch was? Richtig! Renato Bialetti war der Besitzer der Firma Bialetti, die diese weltberühmten mehreckigen Kaffeekocher herstellt. Es ist seinem Marketinggenie zu verdanken, dass dieses doch eher unscheinbare Gefäß als „Moka Espress“ zu einem regelrechten Kultobjekt wurde.

Nun, Signore Bialetti hat das hohe Alter von 93 Jahren erreicht und ist friedlich entschlafen. Doch selbst im Tod wollte er „La Moka“, wie die Kanne genannt wird, ins rechte Licht rücken. Und so wurde seine Asche in einer übergroßen Bialetti-Caffettiera der Erde übergeben.

 

Nein, wir möchten an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob ein gewisser Fred Edwards, Erfinder des Dixi-Klos, ähnliche Gedanken hegt.

Dass sich Menschen in ihrem Cadillac, ihrem Ferrari oder sogar in ihrer Standuhr bestatten ließen, ist ja auch bezeugt. Das muss man ihnen lassen. Selbst in ihrem Ableben zeigen sie Humor.

Und nun überlegen wir doch einmal, bietet das nicht Winzern, Weinhändlern und sonstigen Weinaficionados ungeahnte Möglichkeiten?

Nach dem Motto „das Beste zum Schluss“ leert man im hohen Alter seine wohl gehütete Flasche Mouton-Rothschild oder Cheval Blanc, je nach Situation alleine oder mit seinen Liebsten, und lässt seine Asche in der leeren Flasche mit dem imposanten Etikett bestatten.

Weinfässer oder -kisten geben sicher auch gute Behälter für die letzte Reise ab. So zeigt man auch noch im Tod seine Verbundenheit zu den Dingen, die einem im Leben einmal wichtig waren.

Aber bevor man auf die letzte Reise geht und der Wein im Keller unberührt herumliegt, überlege man bitte Folgendes: Wein ist in allererster Linie zum Trinken gemacht. Unzählige Weinkeller wurden und werden nur deswegen weiter vererbt, weil ihr Besitzer über das Warten auf die ganz besondere Gelegenheit, zu der er die Weine trinken wollte, gestorben ist.

lamm osternBesser ist es also, dass man seine sorgsam zusammengetragenen Weinvorräte noch zu Lebzeiten und mit Genuss leert und sie nicht irgendwelchen Erben hinterlässt, die einen guten Tropfen vielleicht gar nicht zu schätzen wissen. Da lädt man lieber die Familie und gute Freunde ein, kocht etwas Gutes, stellt die edlen Tropfen auf den Tisch und erfreut sich gemeinsam an ihnen. Die kommenden Ostertage wären dazu sicher genau die richtige Gelegenheit.

Kein Weinkeller vorhanden? Auch kein Problem. Zum österlichen Lammbraten bieten Supermärkte, Weinläden und sogar Discounter passende Weine für jeden Geldbeutel. Ein bisschen Suchen ist hier vonnöten.

Wir haben schon mal sondiert. Zum Lamm mit Kräutern der Provence und ein wenig Knoblauch empfehlen wir einen Wein aus den klassischen südfranzösischen Rebsorten Syrah, Carignan, Grenache mit feinem Kräuterduft, Beerenaromen und kräftigen Tanninen. Zum Beispiel den Corbières Château St. Estève von Rossmann, der alle diese wunderbaren Eigenschaften auf sich vereinigt. Etwa zwei Stunden vor dem Genuss sollte er in eine Karaffe zum Lüften gefüllt und nicht zu warm, etwa bei 16-17°C, servier145 Rossmann Saint Esteve Corbierest werden.

Prost! Auf ein langes Leben! Und frohe Ostern!

wünscht Euch das Super Schoppen Shopper Team

 

2013 Château Saint Estève, Corbières, Rossmann, 5.99€

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


essay writing service