Ein Toast auf die Witwen – Weinrallye #70 „Schäumendes Glück“

 

 

 

Silvester!

Die Weihnachtsfestlichkeiten mit Verwandtenbesuch und Gänsebraten sind vorbei. Nun kommt die hohe Zeit des Champagners. Angeblich hauptsächlich vom weiblichen Geschlecht bevorzugt. ..

Dem Sprichwort nach ist Champagner das einzige Getränk, das Frauen schöner machtje mehr sie davon trinken.  

 

Marie Antoinette  beispielsweise soll ihm ja geradezu verfallen sein, diesem Schönheitssprudel. So sehr, dass sie sogar Sektschalen in der Form ihrer Brüste habe anfertigen lassen, damit ihre Bewunderer daraus auf ihr Wohl trinken können.
(Jaja … Da scheint das Wunschdenken einiger Geschichtsschreiber wohl mit ihnen durchgebrannt zu sein! Gleiches wird nämlich auch von anderen Musen behauptet: Madame Pompadour, die schöne Helene … Leider ist diese prickelnde These nicht zu belegen.)

Was sehr wohl belegt ist, ist die Tatsache, dass der Genuss nicht einseitig ist! Champagner genießt seinen Ruhm und seinen Status nämlich hauptsächlich wegen der Witwen! Fast alle großen und kleinen Champagnerhäuser verdanken ihren Erfolg den schlauen Damen, die sie aufgebaut haben. Einige davon tragen die Witwen (Veuve) im Namen, andere haben lediglich die Herrscherinnen in der Ahnengalerie aufgehängt. Auch die Produzenten, die keine Witwen vorzuweisen haben, kokettieren gerne mit diesem Image. (Denken wir an die Champagner Hausmarken der Discounter … Gräfin, Veuve und so weiter.)

Warum die Witwen? Naja, damals war man als Frau das Eigentum eines Mannes … Man war entweder ledig – und damit Besitz des Vaters – oder verheiratet, und damit dem Gatten unterworfen. Erst wenn man Witwe war, hatte man als gestandene Frau das Recht auf eigenständige geschäftliche Entscheidungen.

Glück im Unglück der 27 Jahre jungen, ausgesprochen schlauen und tüchtigen Madame Cliquot, der Vorreiterin der Champagne, der aller ersten Geschäftsfrau Frankreichs, dass ihr Mann so früh verstorben ist …

Und wie recht hatte doch die Witwe Bollinger mit ihrer Einstellung:

„Ich trinke Champagner nur wenn ich glücklich bin – oder traurig! Manchmal, wenn ich alleine bin. In Gesellschaft ist Champagner jedoch ein Muss. Ich nippe nur daran, wenn ich keinen Hunger habe und ich trinke wenn mein Magen knurrt. Ansonsten lasse ich die Finger davon! Es sei denn, ich habe Durst.“

Und wer jetzt so richtig Lust auf ein Glas Champagner bekommen hat, der möge zunächst in die Küche gehen und sich ein sich ein Küchenmesser schnappen. Macht keinen Sinn? Doch! Schaut hier. 🙂

 

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der 70. Weinrallye zum Thema „Schäumendes Glück“ , bei der wir heute Gastgeber sind. Für viele weitere Beiträge zum Thema folgt bitte diesem Link … Hier werden in der Kommentarzeile alle Links gesammelt, bis die Rallye abgeschlossen ist. Die Zusammenfassung erscheint dann am Ende der Rallye, wenn alle angekommen sind, hier auf diesem Blog.

2 Kommentare

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