Die 5 größten Weinirrtümer

irrtumEs gibt bestimmte „Wahrheiten“, die sich in der Weinwelt hartnäckig behaupten.

Unser neuer Kollege, Chris, hat diese unter die Lupe genommen und spricht darüber sein Urteil aus – in der Hoffnung, sie irgendwann einmal aus der Welt zu schaffen:


1. Rotwein trinkt man bei Zimmertemperatur.

Das gilt nur, wenn man keine Heizung hat. Leider hat sich das in den meisten Fällen noch nicht herum gesprochen. Diese Empfehlung stammt noch aus der Zeit, als die Kamine und Bolleröfen in den Räumen die Temperatur auf höchstens 18 °C brachten. Bei den heutzutage üblichen, wohligen 21°C trifft jeden Rotwein der ermattende Hitzschlag!

Wir empfehlen eine Temperatur zwischen 12-14 Grad bei leichten, fruchtigen Rotweinen und 16-18 Grad bei den kräftigeren. Je jünger der Rotwein desto kühler sollte er getrunken werden.

 

2. Billige Weine erkennt man am Schraubverschluss.

Stimmt nicht. Scharubverschlüsse sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Inzwischen werden sogar jede Menge Premiumweine mit dem praktischen Schrauber angeboten!
Viel mehr gilt, wer dem „Korkschmecker“ aus dem Weg gehen möchte, ist bei Weinflaschen mit Drehverschluss auf der sichersten Seite. Da der Wein nicht mit dem Naturkorken in Berührung kommt, bleibt er frischer und unverfälschter im Geschmack.

 

3. Ein Silberlöffel in der Sektflasche verhindert das Entweichen der Kohlensäure.

Haben wir alle schon mal gemacht, oder? Und die Idee dahinter ist gar nicht dumm : 
Entscheidend wie schnell die Kohlensäure verschwindet, ist die Temperatur der Flüssigkeit. Je wärmer desto schneller. Wenn man den Sekt nun zurück in den Kühlschrank stellt, soll er also möglichst schnell kalt werden. Da Silber ein guter Temperaturleiter ist, kann der Löffel, falls er bis in die Flüssigkeit reicht, die Kälte schneller aus dem Külschrank in den Sekt befördern.

Theorie Top! Praxis Flop! Unser Tipp: Einfach austrinken! 😉

 

4. Käse und Rotwein passen wie die Faust aufs Auge.

Meistens kommt man gerade noch so mit einem blauen Auge davon. Weißwein, ob trocken, fruchtig oder süß, passt in den allermeisten Fällen besser. Gerade zum Ziegenkäse oder zu Brie, Camembert & Co. Mehr Tipps zu diesem Thema gibt es hier … 🙂

 

5. Rosé wird aus Rotwein und Weißwein gemischt.

…aber nur in den seltensten Fällen! (Oder im fernen Ausland …)
Nach unseren geltenden Weingesetzen wird Rosé aus Rotweintrauben gemacht. Die Maische bleibt aber hier, im Gegensatz zum Rotwein, nur kurz im Kontakt mit den farbstoffhaltigen Schalen. Dadurch wird der Wein heller.
Auch hierzu hat unsere liebe Moneypenny bereits ausführlicher berichtet.

 

Ihr dürft übrigens diese Liste gerne ergänzen! 🙂
Die Kommentarzeile ist nicht umsonst da …

Schönes Wochenende

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.