Die hässlichen Entlein

 

 

 

Weinkultur ist gar nicht so schwierig. Wer sich an ein paar simple goldene Regeln hält, kann nicht viel falsch machen.

 

Regel Nummer Eins: Versuche es mit Einheimischem und halte es persönlich. Heute richten wir den Scheinwerfer auf die Komponente „einheimisch“. Rebsorten und ihre Heimat. Dafür gibt es auch ein schickes Weinfachwort, mit dem man Eindruck macht, wenn man es fallen lassen kann:

Heritage!

Heritage ist die Andeutung, dass Originalität und Authentizität unschlagbar sind!

Was trinken wir also aus Südafrika? Richtig! Einen Pinotage. Den gibt es nirgends anders auf der Welt. (Warum eigentlich nicht? Vielleicht weil es eher wenig Menschen gibt, die den Geschmack von verbranntem Gummi wirklich schätzen … Ebenso wie Wein, dem es an Säure fehlt.)

Ähnlich geht es einem in den USA: Die marmeladige, plumpe Zinfandel ist keine Cindarella, sondern das Aschenputtel vor dem Ball, mit den Talenten der Stiefschwestern.

Wie wäre es mit einem fast immer zu würzigem Carmenère aus Chile? Oder einem seifigen Torrontes aus Argentinien? Dieses Land hat sogar noch eine zweite eigene B-Traube zu bieten … Malbec.

Kein Wunder, dass man sich in der Neuen Welt an den Stars der klassischen Weinländer festklammert: Cabernet Sauvignon, Merlot, Spätburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Riesling und Grauburgunder. Das sind die Schwäne der Weinwelt!

Die obengenannten Lokalhelden bleiben leider die ewigen hässliche Entlein … Das Leben ist halt kein Märchen.

 

😉

Schönes Pfingstwochenende allerseits.

 

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