Ein Prosit auf die Etrusker

 

 

 

 

Schon 400 Jahre vor Christus kelterten die Kelten in Südfrankreich Wein.

 

Das ist die Nachricht, die derzeit die vinophile Welt bewegt. Während wir in Deutschland versuchen, die Füße aus dem Wasser zu halten, unterhält man sich anderswo über eine Weinpresse, die 2.500 Jahre alt ist.

Es waren also nicht die Römer, sondern die Etrusker, die den Weinbau über die Alpen brachten. Wer wissen will, wie in etwa so ein französischer Urwein geschmeckt hat, der sollte einfach mal Retsina probieren: ein Wein voller Harz, Rosmarin, Basilikum und Pinienkernen.

Praktisch! Dann haben wir wenigstens mal einen guten Grund, das Aschenputtel unter den Supermarktweinen ins Scheinwerferlicht zu rücken! (Und diese Woche habt ihr ja fast alle vor lauter Wassermassen etwas wichtigeres zu tun, als Wein zu trinken …)

Jawohl, unser Wein von morgen ist ein griechischer Wein! Und nein, auch wenn sein Schicksal vorhersehbar ist, er ist in diesem Fall nicht die nächste Katastrophe!

Was wirklich eine Katastrophe ist? Die Tatsache, dass während man an Elbe und Donau Sandsäcke füllt und Schlauchboote bepackt, diese Nachricht bei unseren mitfühlenden, (nur mäßig Fußball spielenden!) Nachbarn die Schlagzeilen beherrscht …(Klick!)

Ich fremdschäme mich in meiner Wahlheimat und wünsche allen Betroffenen viel Kraft und baldigen Sonnenschein!

 

Den Kourtaki, Restsina aus Attika, gibt es für € 2,99  im gut sortierten Supermarkt um die Ecke.

(Oder, wie auf dem Etikett vermeldet, in einer der 150 Weltstädte, in die er exportiert wird … Amsterdam, Berlin, Canberra, Delhi, Edinburgh, Frankfurt, Gaborone, Helsinki, Irkutsk, Jerusalem, Kabul, Lima, Montevideo, Nairobi, Osaka, Petersburg, Quebec, Rio, Sydney, Tokio, Uppsala, Vilnius, Warschau, Xiamen, Yokohama, Zürich … und jetzt noch 5 mal durch das Alphabet …)

 

 

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