Gemischter Satz

Der letzte Freitag im Monat ist Weinrallye Freitag … Weinschreiberlinge der Nation vereinigen sich im virtuellen Raum, um dem wissenshungrigen Volk das Thema “Wein” näher zu bringen.

Das Thema diesen Monat:

Gemischter Satz!

🙂 Geben Sie’s zu! Das wollten Sie schon immer wissen …

Was ist ein Gemischter Satz?!?

Sogar die Freaks und Eingefleischten mussten sich hier zunächst mal einigen, ob man den Gemischten Satz im Speziellen oder eher im Allgemeinen, im geschützten oder im historischen Sinne meinte …  Ein Thema also, dass sich ausgezeichnet dafür eignet, dem Laien den ungezwungenen Umgang Wein nahzulegen … 😉

Für alle, die sich in das Thema vertiefen wollen: Auf seinem Baccantus Blog sammelt Gastgeber Stefan Schwytz alles, was der Gemischt Satz hergibt!

Wir machen es uns, wie immer, einfach! 🙂

Ein Gemischter Satz (so grob gesprochen) ist ein Wein aus verschiedenen Rebsorten, die gemeinsam im Weinberg heranwachsen, zusammen gepflückt und schließlich im gleichen Fass vergoren werden. Früher war das die „Lebensversicherung“ eines Winzers. Er ging auf jeden Fall nicht leer aus, wenn eine Rebsorte zum Beispiel von einer Krankheit heimgesucht wurde oder sich wetterbedingt zierte … Man hatte die Alternative direkt zur Hand.

Inzwischen wird der Gemischte Satz eher gesehen als die „hohe Kunst“ des Weinmachens …

Wie zum Beispiel bei diesem Kandidaten hier:

Der Penfolds Bin 620!

Nur etwa ein- bis zweimal im Jahrhundert sind die Witterungsbedingungen so, dass dieser Wein aus Cabernet Sauvignon und Shiraz im Australischen Coonawarra gemacht werden kann …Ansonsten reifen die Trauben zu unterschiedlichen Zeiten.

Nasser Winter, heißer Sommer, der Wind aus der richtigen Richtung … Und dann natürlich das Gespür des legendären Weinmachers, wie viel von welcher Traubensorte das zauberhafte Gemisch beglücken darf!

Die richtigen Fässer, der richtige Keller, die richtige Musik während des Gärvorgangs …

Perfekt muss es sein, damit sich die glücklichen Träubchen zu einem göttlichen Nass verbinden.

Sie verstehen natürlich, dass ein so einmaliges Produkt auch seinen Preis haben muss! Liebhaber und Sammler zögern dann auch nicht, schlappe € 1.000 für ein solches Fläschchen zu zahlen. Inklusive dem eigenen Lederbettchen, dem seidenen Laken und der Gutenachtgeschichte, die zum Vorlesen mitgeliefert wird.

 

Hat übrigens nichts, aber auch gar nichts zu tun mit dem schnöden Vorgang des Cuvetierens

Ein Cuvée entsteht zwar auch aus verschiedenen Rebsorten, hier werden aber verschiedene Weine in getrennten Fässern gemacht und anschließend, nach Geschmack, miteinander Gemischt … Ein bisschen hiervon … Noch ein paar Tröpfchen von dem! Dem Wein fehlt noch ein Hauch Brombeere? Also noch ein bisschen mehr aus Fass 3 …

Kann (fast) jeder!

Können wir ja auch mal probieren! 🙂

Wir orientieren uns am obigen Beispiel und fahren einen beliebigen gut sortierten Supermarkt und kaufen uns die australischen Grundstoffe:

Einmal Lindeman’s Bin 40, Merlot und eine Flasche Lindeman’s Bin 50, Shiraz für je       € 5,99:

 Von jedem die Hälfte in eine Karaffe, gut schütteln, einschenken und …aaahhhh!
Die tolle Geschichte vom warmen Zuberwind und den heiligen Regenwürmern dürfen sie sich selbst ausdenken …

Vergessen Sie aber nicht, diese Ihren Freunden auch zu erzählen, denn immerhin ist Ihre Geschichte dann fast 988 ersparte Euro wert! 😉

 

 

Aber jetzt mal im Ernst! Natürlich kann man das nicht vergleichen … Aber wenn man  das nicht haben kann (oder nicht bezahlen will), 

 

 

muss man halt hiermit auch zufrieden sein: ->

 

 

 

 

 

Immer noch besser, als zu Fuß zu gehen … 😉

Wir sind gespannt auf Ihre 988-Euro-Geschichten ….

Schönes Wochenende!

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