Griechischer Wein

 

 

Am Thema Griechenland scheiden sich ja zur Zeit die Geister.

Ob jetzt der Euro an allem schuld ist oder das Land wegen Sirtaki tanzender Millionäre in Scherben liegt, soll heute nicht das Thema sein!

 

Ehe sich das Land in den Kulturgut-Ausverkauf begibt und man auf E-Bay (ganz nach französischem Vorbild)  ein eigenes griechisches Weingebiet erwerben kann, besinnen wir uns auf ein Stückchen Tradition!

Und, wie bereits zu ahnen ist, auch griechischen Wein kann man so oder so betrachten …

Bevor jetzt aber jeder auf der Karte nach dem Weingebiet Retsina sucht, einige wichtige Hintergrundinformationen: Das Weingebiet Retsina gibt es nicht! Es handelt sich hier um eine harzige, meist weiße Weinspezialität mit dem Duft von Tannennadeln.

Schon vor tausenden Jahren wurde Retsina in Amphoren gelagert, die mit Harz versiegelt wurden. Das Öl aus dem Harz half zwar dabei, den Wein zu konservieren, versetzte ihn aber gleichzeitig unbeabsichtigt mit dem bekannten Beigeschmack.

An diesen hatte man sich im Laufe der Zeit so gewöhnt, dass er regelrecht fehlte, als die Weinlagerung von Amphoren auf Fässer und Flaschen umgestellt wurde. Seither fügt man dem Wein gewollt Harz der Aleppo Kiefer zu und hat sich damit eine absolute Ausnahmeposition in der Weinwelt erobert. Nirgends sonst dürfte dieses Getränk “Wein” heißen, sondern “weinhaltiges Getränk” … Aber bei Hellas Brüdern drückt man ein Auge zu!

Liebhabern zufolge passt Retsina ausgezeichnet zu typisch griechischem Essen. Er sollte immer gut gekühlt serviert werden, dann fällt der bittere Beigeschmack weniger auf!

In Anbetracht der griechischen Gesamtlage scheint mir das auch eher sinnvoll …Gut kühlen! (Vielleicht sogar auf 2 oder 3 Grad …!?! 😉 )

 

Nichts für ungut! Ich freue mich auf jeden Fall auf den bald anstehenden Griechenlandurlaub! Yia mas! 😀

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.



*