(Keine) Panik auf der Titanic

In China möchte ein Großinvestorenkonsortium in einem Vergnügungspark die Titanic nachbauen, maßstabgetreu und begehbar.

Doch nicht nur das.

Als Hauptattraktion des geplanten Themenparks wird das Schiff mindestens einmal am Tag dank einer Unzahl ausgeklügelter Spezialeffekte untergehen und gegen einen entsprechenden Eintritt kann man dabei sein. 700 Besucher soll das Schiff fassen. Sie alle können dann am eigenen Leib erleben, wie das ist, wenn ein Schiff einen Eisberg rammt, wenn es sich zur Seite neigt und wenn langsam Wasser eindringt.

Wo man im Daying Distrikt in der Provinz Sichuan, in der das Projekt entstehen soll, einen Eisberg auftreiben oder wie man einen herstellen will, bleibt vorerst noch Betriebsgeheimnis. Aber wahrscheinlich geht das alles ohne Eisberg, nur mit wegweisender Technik, schließlich ankert die neue Titanic am Fluss Qi und nicht im Meer.

Auch das Wasser soll, wie man liest, simuliert werden, niemand muss also fürchten, klatschnass und frierend aus dem Schiff entlassen zu werden.

Wie ist die Investorengruppe Seven-Star wohl auf die Idee gekommen? Dazu muss man wissen, dass der Film Titanic und die Geschichte um das gesunkene Luxusschiff auf die meisten Chinesen eine ungemeine Faszination ausübt. Regisseur James Cameron und sein Team haben bereits eine Einladung zur Eröffnungsfeier erhalten (schon mehrmals verlängert 😉 ). Der Song „My Heart will go on“ gehört darüber hinaus zu den Lieblingspopsongs der Chinesen bis hoch in die politische Elite.

Würdet Ihr so eine Nachbautitanic besuchen wollen und eine Untergangssimulation miterleben? Das SuperSchoppenTeam ist da uneinig, Agentin 0.75l, Cordula geht natürlich überall hinein, wohin es ihre Mission verlangt. Michel weiß noch nicht so recht, als treuer Begleiter wird er Cordula sicher auch auf der Titanic fest zur Seite stehen. Aber ich, Moneypenny, ich bleibe lieber hinter meiner Schreibmaschine meinem Laptop im Büro und mache die Reisekostenabrechnungen für die 0.75l-Agenten. Ob man die Eintrittsgelder absetzen kann? Aber sicher, wenn die beiden die Titanic-Weinkarten mitbringen.

Die Chinesen müssen sich übrigens beeilen, wenn sie als erste mit ihrer Titanic II-Idee herauskommen wollen. Auch ein australischer Milliardär lässt eine Titanic nachbauen, übrigens auf einer chinesischen Werft, allerdings eine seetüchtige und mit allem erdenklichen Luxus über Swimmingpools, Wellnessbereiche, Gourmetrestaurants und Entertainment, eben mit allem, was der moderne Kreuzfahrtpassagier erwartet. Unsinkbarkeit inklusive! Kommt uns doch bekannt vor, oder?

Was den Besuch im Vergnügungspark angeht, da halten wir es doch vielleicht lieber ein paar Nummern unspektakulärer, Phantasialand, Heidepark, Efteling, Walygator machen doch auch Spaß.

Damit wäre der nächste Sonntagsausflug gerettet und vorher gehen wir mal wieder gemütlich essen, einfach aber lecker in der örtlichen Gastwirtschaft, so einen richtig guten Rinderbraten mit viel Bratkartoffeln und Rotkohl und dazu einen Dornfelder. Der Dornfelder ist ein bisschen ins Gerede gekommen, aber solange er so ordentlich schmeckt und Spaß macht, da greift man gerne auch noch zu einem zweiten Glas.

Rheinberg, Dornfelder Classic 2011, bei EDEKA für 2.99€

 

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