Mehr Geschmack im Wein

dompteurBei dieser Überschrift stockt den echten Weinfreaks der Atem!

Dem heiligen Nass Aromen zufügen??? Eine Todsünde! In Europa ein No-Go!

Hier zählen nicht die billigen Tricks, hier gilt die echte Rebenakrobatik! Hierzulande werden die Trauben mit viel Liebe und Mühe so lange dressiert, bis sie nach Limette, Stachelbeere oder Ananas schmecken!

Okay, okay, hier und da ein bisschen mit Effekten nachhelfen … darüber kann man reden: ein Trommelwirbel, um die Spannung zu steigern, oder einen Scheinwerfer für den Star – für diejenigen, die auf Brimborium stehen – in der Form einer kleinen Aromahefe … ein bisschen Kohlensäure hier oder da, Filterchen gegen störende Nebeneffekte …
Aber dann hört es auf!

So bunt wie es der Bierzirkus treibt, wird es in der Weinwelt nicht werden! Oder?? Werden auch die waschechten Winzer irgendwann dem Reiz der schnellen Aromanummer erliegen? Cremige Vanille aus dem Reagenzglas für den Chardonnay, saftige Beeren für meine etwas zu grün ausgefallenen Trauben in Bordeaux … Schließlich wird inzwischen fast nirgends mehr wegen der künstlichen Hefen die Nase gerümpft! Und offiziell ist im Wein dann immer noch nichts drin, was nicht rein gehört …

Naja …
Bis auf Weiteres begnügen sich die echten Weinfreunde mit der Magie der Luft! Schließlich kann ein bisschen Sauerstoff für den Geschmack wahre Wunder bewirken:
Wein in den Dekanter, abwarten – und schon entfalten sich Aromen, von denen man nur ahnen konnte, dass sie sich im Wein verstecken!

Für die Banausen unter uns gibt es natürlich (für den Privatgebrauch) auch die direkte Lösung! 🙂 Was schmeckt mehr nach Limette, Stachelbeere oder Ananas, als Limette, Stachelbeere Ananas? 😉

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