Perfect score – die besten Weine aller Zeiten

WijnPornoZum Wochenende ein bisschen Weinporn: Die sieben besten Weine aller Zeiten! Bevor wir den Link mit der Liste anklicken (der steht am Ende des Artikels) überlegen wir natürlich erst mal selber, schließlich kennen wir uns doch aus. Château d’Yquem ist bestimmt dabei, und ganz sicher finden wir Namen wir Margaux, Pétrus, Lafite, Mouton, Romanée Conti, Rayas, Scala Dei …

Nachgeschaut – und dann: welche Überraschung. Es beginnt mit Château d’Yquem, das war zu erwarten, aber aus 1811, dem Kometenjahr? Und sonst? Nicht einer aus unserer Liste, dafür gleich drei Weine von der Rhône, allerdings nicht der erwartete Château Rayas.

Port kennen die meisten ja eher als Kochwein, ähnlich wie Sherry oder Madeira. Und der 63er Noval soll so gut gewesen sein? Château Lafleur aus dem Pomerol hält als einziger die Bordeauxflagge hoch, wir schauen mal nach, der 1950er bekommt bei Falstaff so gerade 95 Punkte, für einen Jahrhundertwein entschieden zu wenig, allerdings bügelt Robert Parker das mit glatten 100 wieder aus.

Dass kein deutscher Wein dabei ist, wundert uns sowieso nicht, aber auch USA, Italien, Spanien, Österreich – nichts davon ist vertreten, auch kein großer Weißwein aus dem Burgund.

Das Ergebnis wundert uns wenig. Die Liste ist das Resultat aus der wine-searcher-Datenbank. Sie hat die Weine herausgefiltert, die über einen langen Zeitraum die meisten Höchstbewertungen bekommen haben. In dieser Datenbank sind überwiegend englische und amerikanische Kritiker vertreten und die wiederum beschäftigen sich zum überwiegenden Teil mit französischem (Rot)Wein. Da sie sich aber viel mehr mit Bordeaux und Burgundern beschäftigen, auf diese also viel mehr Einzelkritiken entfallen, gibt es für diese Weine naturgemäß auch eine viel größere Streuung bei der Bewertung und als Resultat geringere Durchschnittswerte.

Wir müssen also jetzt nicht unsere Kellerschätze schnellstens verkaufen oder versteigern und uns von dem Erlös mit Port- und Rhôneweinen eindecken. Obwohl die meisten ja viel preiswerter sind als die hochgehypten Supertuscans, Burgunder und Bordeaux. Was allerdings nicht auf die Happy Seven zutrifft, da notiert der preiswerteste von ihnen, der 2003er Hermitage von Jean-Louis Chave bei fast läppisch zu nennenden 2.800$, für die Flasche selbstverständlich.

Nicht unsere Liga, wir holen uns fürs Wochenende einen ordentlichen Mittelklasse Bordeaux aus dem Keller und genießen dazu das schöne Frühlingswetter.

 

Hier die Liste: http://www.wine-searcher.com/m/2014/02/the-greatest-wines-of-all-time-

 

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