Politik und Wein – Eine Schauspiel mit diversen Flaschen

 

„Politik und Wein” ist das Thema der heutigen Weinrallye, an der sich – an diesem letzten Freitag des Monats eingeladen von Arthurs Tochter – alle Weinschreiberlinge die mögen, beteiligen können …

Ein spannendes und vielseitiges Thema, zu dem uns der September ja wahrlich genügend Inspiration geliefert hat. Also nichts wie ran … 🙂

Politik und Wein ist eine logische Kombination! Schließlich haben Politiker und Weine einiges gemeinsam: Allzu oft teure Flaschen voller großer Versprechungen, die dann nur selten die Erwartungen erfüllen… Kein Wunder, dass das zum Verdruss führt! 

Aber  spinnen wir den Gedanken der Gemeinsamkeiten doch mal weiter … 🙂 Nehmen wir uns ein paar Politiker vor und überlegen uns, welcher Wein sie wären!

Fangen wir mit Mutti an!

Angela Merkel ist ganz deutlich ein Bordeaux! Streng und sauer, so meinen unsere südeuropäischen Freunde … Aber immer stattlich. Manchmal, wenn es festlich wird, auch opulent mit viel Holz vor der Hütte.  Und es bleibt immer ein Geheimnis, welche Mischung man jetzt gerade genau vor sich hat: ein bisschen mehr Cabernet, oder doch Merlot, angereichert mit Malbec, Cabernet Franc – oder gar Petit Verdot? Aber eigentlich ist es ja auch egal. Hauptsache Bordeaux! Das ist das einzige was zählt! 

 

 Barrack darf natürlich nicht fehlen.

Obama, das ewige Versprechen! Und wir erwarten und erwarten … und erwarten noch mehr. Schon am ersten Tag seiner Amtszeit zum größten Präsidenten aller Zeiten ausgerufen. Das kann nur unerreichbar sein!

Man kennt ihn in allen Facetten: Mal mit endlosem Tiefgang, mal in leichtfüßiger Rede, bei der wie im Spitzentanz der  Ballerina jede Pointe sitzt. Aber auch eindimensional, bissig und sauer an den Schalthebeln der Drohnen! Kaum zu begreifen, dieser Mann mit den vielen Gesichtern und den verschiedenen Zungen. Wie unser Riesling! Von sauer bis lustig und erfrischen bis süß. Man kann träumen bei subtilen Fruchtnoten oder sich erquicken an seinen Säuren. Er passt in keine Schublade.

 

Dann wäre da noch der Nachbar aus Frankreich …

Nicht sehr französisch, aber Francois Hollande finden wir einen typischen Müller-Thurgau! Ein eher langweiliger, inhaltsloser, aber sehr fleißiger Ackergaul. Glänzen ist nicht seine Disziplin, wenn man ihn lobt, dann weil er korrekt ist. Keine schlechte Eigenschaft! Leider halt nichts Besonderes.

 

Auch wenn er eigentlich nicht mehr mitspielen darf, können wir ihn hier nicht außer Acht lassen: Silvio Berlusconi!

Der berühmteste und trostloseste, meist enttäuschende aller Italiener geht natürlich Hand in Hand mit dem berühmten und trostlos enttäuschenden italienischen Wein: dem Chianti! Selbstverständlich mit einem „controllata“ und auch mit einem „garantita“ … Auch das dicke Siegel darf nicht fehlen! Aber wir wissen Bescheid: Fast immer Schwindel!

 

Für ein bisschen Flair nehmen wir auch noch einen Royal in die Liste auf!

König Willem Alexander der Erste! Der König von Oranje mit seinem deutschen Blut … Wenn wir Holland eingemeinden, darf er auch unser König sein. Dann bauen wir ihm ein Schloss in Berlin!

Schließlich hat er sich unermüdlich für die Bierindustrie  eingesetzt – und die ist in unserer Heimat ja auch nicht unerheblich – und sich damit den Kosenamen Prinz Pils verdient. Wenn das kein Schlösschen wert ist! Inzwischen ist Prinz Pils zum König Bier geworden und ihr fragt euch sicher, was er hier in der Liste zu suchen hat … Naja … Ihr kennt doch ganz bestimmt das alte Sprichwort: “It takes a lot of beer to make a good wine!” 😉

 

Damit uns dieser kleine Frevel wieder vergeben wird, schicken wir auch noch Papst Franziskus ins Rennen.

Natürlich ein Rotwein, damit er auch als Messwein taugt! Ein Wein, der mit sanfter, charmanter Wärme erobert, der aber eine kräftige Struktur vorzuweisen hat. Vorsicht! Erwischt man ihn auf dem falschen Fuss, kann er unerwartet streng werden und einem das Leben unangenehm sauer machen. Wie kann es anders sein: Argentinier = Malbec! Reife Früchte, kräftige Tannine und eingemachte Pflaumen.

 

Dann hätten wir noch Kim Jong-Il im Angebot.

Der ist zwar schon tot, aber wer könnte sonst mithalten mit diesem selbsternannten “Geliebten Führer”, dem “Retter des Vaterlandes”, der “Sonne des Sozialismus”, dem “Unbesiegbaren”, dem “Vater aller Koreaner”, dem “größten Mann, der je lebte”, “Er, der erschien aus dem Licht der Sonne und des Mondes” …

Welcher Wein wird ebenso überschätzt wie dieser Despot? Unsere Wahl fällt, vielleicht etwas unerwartet, auf eine Kombination zwischen Château d’Yquem und Cheval Blanc!  Am liebsten zusammen in ein Glas geschüttet!

Erstens wegen des Versuchs, Touristen das Fotografieren des Châteaus zu verbieten, da das Bildrecht den Schlossbesitzern gehöre.

Zweitens wegen der künstlich erzeugten Knappheit, um die Preise in die Höhe zu treiben: typisch nord-koreanisch!

Und zu guter Letzt, weil nur die Kim Jongs dieser Welt sich diese Weine leisten können … während wir Normalbürger mit Weinen aus dem Discounter darben!

So!

Natürlich sind weiter Vorschläge für diese Liste mehr als willkommen. 🙂

 

Jede Menge weiteren Lesestoff zum Thema “Politik und Wein” gibt es hier zu finden! Wir können nur empfehlen, die Weinrallye noch ein paar Stationen mitzufahren. Schließlich steht das Wochenende vor der Tür. 😉

 

Cheers!

 

Ach ja … nicht vergessen abzustimmen! 😉

 

 

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