Schlank wie eine Tonne

Tonne… oder so ähnlich. 😉

Die Weihnachtswampe wölbt sich liebevoll über den Hosenbund und der Christstollen hat es sich auf den Hüften gemütlich gemacht. Man könnte ja jetzt, konform der guten Vorsätze, eine Runde joggen gehen … Man könnte!

Aber draußen ist es kalt, nass und ungemütlich … Da lässt es sich doch in der guten Stube viel gemütlicher auf dem runden Allerwertesten dem nächsten Kilo frönen … bei einem leckeren Häppchen und einem guten Glas Wein.

Da kommt es doch wirklich sehr gelegen, dass zum x-ten Mal die immer wiederkehrende Mär vom Wundermittel Wein ihren Weg auf meine Timeline gefunden hat! Nicht umsonst spring mich die Überschrift „Abnehmen mit Rotwein“ förmlich vom Bildschirm aus an!

„Wein ist gesund, macht schön, hält jung …“ Das wissen wohlwollende Wissenschaftler seit Jahren. „Gar nicht wahr, alles Humbug!“ halten seit jeher nicht wenige nüchterne Forscher dagegen. Sei’s drum! Mir passt die obige Schlagzeile gerade sehr in den mehrere überflüssige Kilos schweren Kram. 🙂

Gelobt seien also die amerikanischen Biochemiker, die herausgefunden haben, dass die Weine aus der Rebsorte Muscadinia sogar vier verschiedene Stoffe enthalten, die das Abnehmen stimulieren. Einer davon, die Ellagsäure, hemmt sogar das Wachstum von Fettzellen! Klingt wie Musik in meinen Ohren: Muscadinia!
Nur … wo bekomme ich Muscadinia???

Zur Not, so im Artikel weiter, geht auch Spätburgunder … Lieber in der zweiten Klasse fahren, als zu Fuß gehen müssen! 😉

Aber Vorsicht! Böse Falle!

Keinesfalls gilt hier die Formel, je mehr Rotwein, je wirkungsvoller die Diät … Denn nebst Lieferant willkommener Antioxidanten und Fettvertilgern ist Rotwein auch vor allem eines: Kalorienbombe! Eine Flasche Spätburgunder, die man sich zu zweit zum Abendessen gönnt, entspricht dem Verbrennungswert von einem halben Kilo Pommes mit Ketchup!
Und das als Begleitung zur Mahlzeit!
Dass das nicht zur schlanken Figur beiträgt, kann sich auch der letzte Schönredner ausrechnen.

Vielleicht sollte man dann doch lieber dem Ansatz der israelischen Weisen folgen, die schlichtweg den aufzutischenden Lebensmitteln alkoholfreien Rotweinextrakt zufügen, um die Vorteile ohne die Nachteile zu genießen?! Genießen? Genießen!
Was trinken die denn dann zum Essen?

Ach ja … Vielleicht rolle renne ich jetzt doch ‘ne Runde … Oder ich mache Yoga. 😉

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