Steht alles in den Sternen

Moneypenny ist ein klein wenig abergläubisch.

In der Sunday Times liest sie immer als erstes das Horoskop. Und mit dem, was für sie in den Sternen steht, hält sie es sehr pragmatisch. Gefällt Ihr die Zukunft für die folgende Woche, dann glaubt sie dran und wenn nicht, hat sie die Vorhersage spätestens nach 10 Minuten wieder vergessen.

Mit dieser Einstellung liegt sie im Trend, die meisten Leute lesen ihr Zeitungshoroskop zur Unterhaltung, aber etwa 20% glauben wirklich an die Kraft der Sterne. Nicht wenige lassen sich von Horoskopen oder Wahrsager/innen leiten, wenn sie wichtige Entscheidungen fällen müssen.

Als Vater aller Wahrsagerei gilt Nostradamus, ein französischer Arzt aus dem 16. Jahrhundert. Auch heute noch glauben viele Menschen, dass in seinen Schriften Prophezeiungen für die jetzige Zeit zu finden sind.

Die (leidlich) berühmte Wahrsagerin Madame Buchela soll u.a. Konrad Adenauer seinen Wahlsieg 1953 vorausgesagt haben und auch seinen Nachfolger Erhard beraten haben. Weswegen man sie die Pythia von Bonn nannte.

Den berühmten Weinkritiker Robert Parker nennt man in Fachkreisen übrigens auch gerne die Pythia von Maryland. Und in der Tat, er hat bereits Anfang dieses Jahrtausends prophezeit, dass sich ungefähr jetzt die Preise der großen Bordeauxweine verdoppelt haben würden. Nun, er lag nicht ganz richtig, sie haben sich stellenweise vervierfacht. Aber nun gut, Frauen sind sowieso besser im Vorhersagen.

Beim Wein sind Jahrgangsprognosen oft genug reine Kaffeesatzleserei, fragt man drei Experten, wie der nächste Jahrgang wird, bekommt man alles zur Antwort vom Jahrhundertjahrgang bis zum größten Reinfall aller Zeiten. Die Experten sind sich ja oft noch nicht mal einig, wenn sie den Wein vor sich im Glas haben und kosten.  Insofern ist das wie mit dem Horoskop, irgendwas stimmt immer. Und man pickt sich raus, was einem am besten gefällt.

Der älteste bekannte Jahrhundertweinjahrgang ist übrigens 1811 mit seinem Kometenwein. Kleiner Witz der Weingeschichte, auch 1911 wurde wieder ein Kometenjahrgang, von dem sogar noch einige Flaschen hin und wieder auf Auktionen auftauchen. 2011 war das Ergebnis allerdings eher durchschnittlich.

Wir schauen jetzt noch mal schnell in die große SchneeGlaskugel, ob Cordula nächste Woche wieder heil zu uns zurück kommt und ob sie uns wohl einen Pinguin mitgebracht hat. Oder einen Eisbären? Wir sehen es ganz deutlich, es geht ihr gut, sie baut einen großen Schneemann und dem zieht sie ein Superagenten-T-Shirt an.

Gute Heimreise, Cordula, wir freuen uns alle, wenn Du wieder zu Haus bist.

Und Ihr: Glaubt Ihr an die Macht der Sterne? Oder dass man die Zukunft aus der Handfläche oder dem Kaffeesatz erfahren kann?

 

 

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