Der alte Wein und das Meer

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Vielleicht ist es ja Hemmingways Glanzstück, das Weinliebhaber beim Gedanken an das Meer zu Sentimentalitäten inspiriert?

 

Auf jeden Fall scheint es seit einigen Jahren total schick zu sein, Wein auf dem Meeresboden zu lagern und diesen irgendwann als besondere Spezialität teuer zu verkaufen. Hat was, die Idee – findet ihr nicht? 🙂 Zumindest, wenn man nicht allzu lange wartet!

150 Jahre sind deutlich zu viel, wie man auf dem Californian Wine and Food Festival festgestellt hat. Der vermeintlich besondere Schatz, der aus einem Wrack geborgen worden war stank nach Schwefel und schmeckt nach Salzwasser. Ganz zu schweigen davon, dass der Wein aussah, als hätte jemand den Putzeimer ausgelehrt …

Das schreckte dann auch gleich die amerikanische Gesundheitsbehörde auf, die postwendend den Verkauf von „meeresgereiften“ Weinen grundsätzlich in den Vereinigten Staaten verbot.

Dumm gelaufen … Jetzt müssen die Amis halt auch auf die köstlichen Leckereien aus dem noblen Château Larrivet Haut-Brion verzichten!

 

RESSpekt aus dem Diezer Baggersee

Jetzt aber schnell! Nichts wie los und den nächsten Tauchurlaub an der Ostsee buchen, bevor sich die europäischen Behörden von den US-Kollegen eine Scheibe abschneiden! Dort liegen auch ein paar Flaschen auf dem Meeresboden versteckt! (Sofern Schatzsucher diese noch nicht heimlich geborgen haben.)

Wem das Meer zu weit weg ist, der kann es ja auch mal mit einem Tauchgang im Baggersee probieren. 🙂 Im rheinland-pfälzischen Diez lässt sich im Unterwasserschlamm eventuell noch die eine oder andere verschollene Magnumflasche ergattern.

 

Und wenn die „önologische Unterwasserliebe“ auch bei uns verboten werden sollte bleibt uns immer noch die Faszination Weltall! Ich sehe es schon förmlich vor mir: Riesling aus der Steillage – auf dem Mond gereift. 😉

 

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