Wein oder nicht Wein, das ist hier die Frage

hamletSchluss mit dem belanglosen Geplänkel über Rebensaft! Wir wollen keine schönen Phrasen zum Thema Aromen und Geschmackssensationen, keine netten Anekdoten über Kellermagier und kein Blabla zu den neuesten Weintrends!

Wir wollen uns den ECHTEN Fragen, den GROSSEN Fragen, den WICHTIGEN Fragen widmen.

 

Nach mehreren Jahrtausenden der sich entwickelnden Kellerkünste kommen wir zum Kern zurück:
Hat das fast mystische Ritual des Fermentierens der Trauben einen Sinn? Trägt es zum höheren Nutzen der himmlischen Frucht bei? Oder wäre es gar besser, wir tränken einfach Saft statt Wein?

Da stockt zunächst das Blut des eingefleischten Weinliebhabers! Zählen nur noch nackte Fakten und nicht mehr die Wonne der Zunge und das Glück des Gaumens? Verkaufen wir die Seele des Genusses tatsächlich an den Teufel Wissenschaft?

Frau Weintraub (die Gute heißt tatsächlich so … Das ist kein poetischer Scherz der Redaktion), amerikanische Journalistin auf existentieller Expedition, stellt die Frage aller Fragen und kommt zu einem überraschenden Ergebnis:

Zwar steckt die Traube voller Gutem, der Saft – unvergoren und erhitzt – jedoch, muss auf einen Großteil der Wundermittel verzichten. Die heilbringenden Antioxidantien sitzen fast alle in der Schale, und diese hat im süßen Nass nichts zu suchen. Der werdende rote Wein hingegen, darf sich im Maischebad  daran laben. 1:0 für den Wein!

Und was ist mit dem bösen Alkohol? Naja, im Saft ist er nicht – aber dafür ist er dort noch Zucker … Gaaaanz viel Zucker! (Das muss man gar nicht weiter kommentieren …)
Was ihm fehlt, diesem Zucker (mit einem vergleichbaren Brennwert als dem Alkohol im Wein), ist die positive Wirkung auf die Gefäße! 2:0!

Ganz zu schweigen von den grandiosen Auswirkungen der Geschmacksvielfalt auf die Psyche des Weintrinkers …  (Das macht dann ungefähr dreihundertzweiundfünfzig zu null) 😉

Da verschwindet die Frage, ob das so gewürdigte Resveratrol nicht auch schon im Traubensaft seine Wirkung entfalten kann (was die Wissenschaft noch nicht mit Sicherheit beantworten kann) eigentlich im Nichts.

Das nehme ich als gute Nachricht! Und gönne mir am Wochenende ganz bestimmt ein (oder zwei) Gläschen Rotwein!

Prost 🙂

 

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