Liebe auf den ersten Blick – Wein und Speise

 

johnFEs ist, als ob man vom Blitz getroffen wird! Man weiß sofort, dass es die wahre Liebe ist – ohne darüber nachdenken zu müssen. Die Gewissheit spurt man bis in die Zehenspitzen!

Natürlich geht es hier um die einzig wahre, die perfekte, die himmlische Kombination von Wein und Speise.
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Schließlich ist es heute Weinrallye-Freitag und Juliane Gassert von Einfach Wein hat zum Stelldichein zu diesem Thema geladen.

Das “Wer mit wem” haben wir hier schon öfter ausgiebig besprochen, daher widmen wir uns heute eher der Art der verschiedenen Beziehungen.

Also zurück zum Blitz, der vor lauter Glück durch Mark und Bein fährt …wenn alles auf Anhieb stimmt und einem beim einfachen Gedanken aneinander das Wasser schon im Munde zusammen läuft. Was macht man dann, als Wein und Speise?
Man verspricht sich die ewige Treue – natürlich vor Zeugen, vielleicht sogar vor Gott?! “Willst du, Silvaner, dem hier anwesenden Spargel …”? Ja, ich will! Ja, ich will! Man küsst sich innig, umspült sich mit Leidenschaft und wird genussvoll verschlungen. Romantischer geht es kaum!

Doch hat der Alltag das Traumpaar eingeholt, sieht es bald anders aus. Im echten Leben gibt es nur selten das Märchen des ewigen Glücks. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann langweilen sie sich schon heute … Es folgt ein kleiner Flirt mit dem Pinot aus dem Kühlschrank – oh, wie spannend! Huch, Kerbelsüppchen, was machst du denn da, kicher, kicher … Ja, mmmm, das ist gut – noch ein bisschen … *stöhn*
Was vor einiger Zeit noch so ideal schien, ist plötzlich noch so aufregend wie Wollsocken im Bett. … Da geht es den Weinen wie den Leuten: auch wenn es zu jedem Topf ein Deckelchen gibt, bleibt es eine ständige Herausforderung, es bis zum Lebensabend miteinander auszuhalten. Man muss ja auch nicht immer gleich heiraten …

(Am besten gleich mal testen, wie es um das eigene Ehepotential bestellt ist … ) 

Ob man es glaubt oder nicht, inzwischen kann man das unverbindliche Liebesabenteuer nicht nur als Mann/Frau, Frau/Frau/ oder Mann/Mann im weltweiten Netz aufsuchen, man hat sogar als Rotwein beste Chancen auf der Dating-Seite! (Klicke hier für das erotisches Geplänkel eines Syrah auf Tinder!) 
Vielleicht sollte man sich einfach mal trauen?!

Wenn Wein- und Speise-Kombinationen wie Beziehungen sind, wie verhält es sich dann mit den Sommeliers? Sind das dann eher Paartherapeuten oder Partnervermittler?

Persönlich finde ich, dass sie meist eher die leibhaftigen Speeddate-Vermittler sind: unerwartete Spannung, aufregende Begegnungen, aber nur selten das dauerhafte Glück. Die Prediger der One-Night-Stands … Aber man weiß ja nie! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! 😉

Wobei wir wieder bei Tinder wären …
Man nehme ein Gericht, swipe entlang der zur Verfügung stehenden Weine und knüpfe ein Gespräch an mit dem, der einen in dem Moment am meisten anspricht.
So einfach ist das …
Meistens steht man immer auf einen bestimmten Typ und sind sich die Auserwählten irgendwie ähnlich. Na und? Nicht schlimm. Und ab und zu braucht man mal Abenteuer. Auch gut. Wenn’s mal nichts war, auf zum nächsten … Schließlich ist es 2016! 😉

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