Meine kleine Farm – ein Weingut wird geboren

der HofSchon mehrfach habe ich an dieser Stelle von meinem Vorhaben berichtet, schon des öfteren Andeutungen gemacht …

Seit mehr als zwei Jahren laufen die Vorbereitungen – und jetzt ist es endlich so weit:

Mein Weingut ist da! 🙂

 

Seit Freitag, dem 06.05.2016 bin ich offiziell Winzerin. Tausenfünfhundertachtundvierzig Reben sind gesetzt. Und das kam so:

Wenn man jahrelang mit der Nase im Weinglas hängt, sich die Zähne und die Zunge vor lauter Rotwein lila färben und man zu jedem Tropfen eine kritische Bemerkung hat, dann fragt man sich zwangsläufig irgendwann, ob man es nicht selber kann – das Weinmachen.

Als mich vor einiger Zeit die Gesundheit schwer gebeutelt hat und ein bisschen mehr ‚frische Luft‘ und ein bisschen weniger Büro angesagt waren, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht. Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch seine guten Seiten hat. In meinen romantischen Vorstellungen sah ich mich zwischen den Rebzeilen spazieren und hier und da eine Traube naschen …Cordula

Da Weinbau in den Niederlanden aber nicht zu den traditionellen Wirtschaftszweigen gehört, bedurfte es gründlicher Vorbereitung: Es wurde zunächst ein kleines Testfeld mit verschiedenen Rebsorten angelegt, um zu schauen, welche Pflanzen sich in unserem nassen Klima wohl fühlen können. Diese Babies wurden gehegt und gepflegt – und die Entwicklung genauestens
unter die Lupe genommen …

 

Die Reihen stehenRebenMusterreben

 

 

 

 

perlen
Inzwischen habe ich mich ein bisschen schlauer gemacht in Sachen Bodenbearbeitung, Rebenerziehung und Rebschnitt (Vielen Dank an die kundigen Winzerfreunde, die mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben!), habe die ersten Trauben gekostet (Sie waren köstlich! 🙂 ) und den Sprung ins kalte Wasser gewagt.

Drei verschiedene Rebsorten habe ich gepflanzt: Hibernal, Cal6-04 und Souvignier Gris – allesamt sogenannte Piwis. (Pilzwiderstandfähige Rebsorten, die für unser Klima geeignet sind.)

Ziel ist es, in 2020 meinen eigenen flaschengegärten Schaumwein trinken zu können – Schampus aus Holland, sozusagen. Ganz besonderer Schampus! Denn mein Weingut liegt 7m unter dem Meeresspiegel – dort, wo vor 60 Jahren noch die Wellen der Zuiderzee rauschten. Die Reben wachsen zwischen den Muscheln und atmen den Seewind ein.

Jetzt spare ich mir weitere Worte und lasse euch bildlich mitgenießen:

Gartenteich

Der perfekte Ort um Wein zu verkosten – der Teich im Garten

Haus und Hof

Meine Oase

Terry1

Terry, unser Hofmaskottchen

 

 

knospe

 

 

 

Glückliche Rebe

Park Park2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abladen

 

SchubkarreRebenbad2Goingwell

 

 

 

 

 

 

 

HAppyMeVorbestellungen für den festlichen ersten Jahrgang werden entgegengenommen. 😉

Und wer noch einen kreativen Vorschlag für mein bisher namenloses Weingut hat, darf sich auch gerne melden. 🙂

Es grüßt die fröhliche Winzerin 🙂

4 Kommentare

  1. Als Name für den Wein oder das Weingut wäre doch „minus sieben“ oder grafisch „–7“ geeignet: originell, weist auf die Besonderheit hin und lässt sich auch gut layouten … 🙂

  2. ich bestelle schon mal für 2020 vor 🙂 bin sehr gespannt – bei dir auf deiner Oase sieht es so schön aus, da kann der Schampus nur gut werden – 🙂

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