Firlefanz und andere Sperenzien

schweinchenNiemand geringerer als der große Karl Lagerfeld hat sich zum Thema Weintrinken geäußert:

Die ganze Liturgie und das Tralala um die Weintrinkerei, das Schnuppern, Glasdrehen und sich wichtig geben der so genannten Weinkenner, das sei doch nur Firlefanz und in höchstem Maße lächerlich. So und ähnlich wird er derzeit auf allen Kanälen zitiert. Mon Dieu!

Und seine provokante Äußerung enthielt gerade genug Körnchen Wahrheit, dass sich die halbe oder doch schon mehr als zwei Drittel der Weinenthusiasten gehörig aufregten. „Wir reden den Modefuzzis ja auch nicht in ihr Tamtam und ihre Zelebrationen rein!“ Das war noch eine der freundlicheren Bemerkungen.

Der gute Karl kann von Glück reden, dass er nicht bei den Super Schoppen Shopper-Verkostungen dabei sein muss, die bestehen nur aus Schnuppern, Schlürfen, Schwenken, manchmal noch Gurgeln und am Ende sogar Spucken. Das geht auch nicht immer ohne Flecken auf der Garderobe ab. Wahrscheinlich bekommt Karl allein bei dem Gedanken an diese veritable Schweinerei Herpes? Oder vielleicht würde ihn das inspirieren zu einer „Robe de Degustation“ – in unterschiedlichen Rottönen? Wusstet Ihr übrigens, dass die Franzosen die Farbe und Austrahlung eines Weines auch mit „robe“ (Gewand, Kleid) bezeichnen?

Wir sehen das, vor allem nachdem die Verkostungsarbeit hinter uns liegt, sehr entspannt. Ein bisschen schnuppern, ein bisschen schwenken und kleine Schlucke, so genießen wir unsere Weine. Aber jeder wie er mag! Glas auf ex – why not. Also bitte, Karl, ommmmmmm.

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