Wein im Weltraum

discovery_final_01Zum Wochenende gibt es heute mal leichte Kost – schwerelos, sozusagen.

🙂

Einfach mal so, zur Unterhaltung, das unserer Meinung nach fast sinnfreie Thema “Alkohol im All”.

 

Obwohl – zu diesem Thema gibt es jede Menge spannende Experimente, wie man in einem aktuellen Artikel der wissenschafltichen Webseite Alphr nachlesen kann:
Hochmoderne Kugelgläser für den Whiskygenuss im Weltraum zum Beispiel. Eine sehr ästhetische Angelegenheit mit hoher Praxisrelevanz! 😉


Oder wie wäre es mit einer Vergleichsverkostung zwischen Whisky, der im Keller gelagert wurde und solchem, der vier Jahre lang in einer Raumfahrtsmission die Erde umkreist hat – um festzustellen, dass dieser ganz anders schmeckt?! 🙂 Klasse Erkenntnis! Aber schicken wir fortan unsere Fässer alle für ein paar Jahre in den Orbit um unserem After-Diner-Drink neue Aromen zuzufügen? Wohl kaum …
Und dass Geschmack sich einigen Kilometern von der Erdoberfläche verändert, das wissen wir spätestens, seitdem jede namhafte Fluggesellschaft Sommeliers einstellt um ihre Kunden an Bord mit einer entsprechenden Weinauswahl zu verwöhnen. (Dazu hat Moneypenny sich vor einiger Zeit ausführlich geäußert.)

Aber selbst auf diesem Gebiet gibt es Neues zu berichten: Nicht nur der veränderte Luftdruck oder die Trockenheit an Bord eines Flugzeugs beeinflusst die Aromen im Wein! Haltet euch fest! Sogar das Brummen der Motoren lässt die Passagiere etwas anderes schmecken als in der Flughafenbar! Und außerdem buchen Fluggäste ihre Tickets bei der Fluggesellschaft mit dem leckersten Wein!?! Naja, so ein Flugzeugsommelier muss auch seine Berechtigung haben …

Bei so viel Blabla um dünne Luft lobe ich mir doch die abenteuerliche Geschichte des allerersten Weins im Weltall! (Und das scheint dann auch gleich wieder der letzte gewesen zu sein, der außerhalb der Erdatmosphäre getrunken wurde, da die NASA jeden Alkoholkonsum auf ihren Missionen strengstens verbietet.)
Auf der Apollo 11 Mission im Juli 1969 nahm der Astronaut Buzz Aldrin – als Mitgift seines Pastors – Oblaten und Wein mit auf die Mondwanderung und feierte im Beisein seines Kollegen Neil Armstrong die Eucharistie. Er wurde leider nie gefragt, ob der heilige Tropfen dort oben anders geschmeckt habe als am Sonntag in der Kirche … Und auch ansonsten hat die NASA diesen privaten Akt der Glaubensausübung nicht an die große Glocke gehängt, darum ist in diesem Film auch nichts davon zu sehen … Man wollte sich schließlich nicht den Zorn der Nicht-Christen auf den Hals holen und schon gar nicht in den Zugzwang kommen, bei der nächsten Mondreise zum Ausgleich einen Juden, einen Moslem und einen Buddhisten mitschicken zu müssen …

Über eine eventuelle neue Aromenvariation des 1975 Château Lynch-Bages, der 1985 mit der Discovery die Erde umkreist hat, ist auch nichts bekannt … Die Flasche ist noch immer ungeöffnet, aber dafür von Astronauten signiert.

Hach … Mit all diesem Wissen im Hinterkopf schauen wir heute Abend gleich ganz anders in den Himmel! Auf jeden Fall mit einem guten Glas Wein in der Hand!

 

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