Wine o’Clock

WineOClockDie Insel ist in Aufruhr!

Seit Monaten herrscht in Groß Britannien Empörung über das Trinkverhalten der modernen englischen Frau.

Statt zum traditionell gepflegten „Tea-Time“ trifft sich die holde Weiblichkeit stets häufiger und früher auf ein Glas Wein!
Der Stress des Mutter-Daseins sei nur noch mit Alkohol zu bewältigen, ein Großteil der britischen Damenwelt dürfe man getrost als „milde Alkoholiker“ bezeichnen.

 

Bei einer Umfrage unter Londoner Müttern bezüglich der angemessenen Tageszeit für das erste Glas Wein kommen haarsträubende Geschichten zu Tage!

12 Uhr mittags, am liebsten auf nüchternen Magen – da ist der Effekt größer als bei einer halben Flasche am Nachmittag …“ oder
Gegen 13 Uhr, wenn ich bis dahin, in meinen Schlafanzug gekuschelt, davon geträumt habe, in Frankreich zu sein, wo ich ganz ungeniert mit Chablis-Fahne die Kinder von der Schule abholen könnte.“

Ich dachte immer, ich sei die einzige Mutter, die mit Rotwein im Atem und lila Zunge auf dem Schulhof steht … (Beruflich natürlich. Und ich schwöre: Ich spucke immer alles aus beim Verkosten!)

Aber das ist ja noch gar nichts gegen die Vorzeigemama, die sich um 15 Uhr mit einer Freundin zum “Kaffee” verabredet und nach der dritten Flasche Pinot doch lieber das Au-Pair mit dem Taxi zur Schule schickt, um die lieben Kleinen einzusammeln … Immerhin!

So geht es launisch weiter im Uhrzeigersinn auf der Wine o’Clock Uhr …

Ich vermute ja (oder hoffe inständig), dass diese Umfrage nicht repräsentativ war! Schließlich sind nicht alle britischen Damen Schriftstellerinnen in noblen Londoner Vororten … (wie fast alle Befragten, die es in obige Geschichte geschafft haben.)
Also, ich teile da die Zweifel dieser Journalistin beim Telegraph, die behauptet, noch keiner betrunkenen Mama beim Kinderturnen begegnet zu sein. Schließlich habe man als Mutter mehrer Knirpse kaum Zeit zum Teetrinken – geschweige denn, diesen gegen Alkohol auszutauschen. Sie suche noch nach dem guten Tropfen, der als Trinkempfehlung angibt: „Kalt servieren unter dem Genuss eines Kleinkindes, das einem Karottenstengel ins Auge piekst.“

Aber nicht nur die Mütter junger Kinder sorgen für Grund zum Aufregen!
Auch die Schwiegermama des zukünftigen Königs soll sich schämen!
Die hat doch glatt bei einem Rugby-Turnier auf der Tribüne ein Glas Weißwein in sich hinein gekippt – aus einer Kleinflasche! Unerhört! Und dazu – haltet euch fest – auch noch Chips gegessen! Aus der Tüte! Wie ordinär! Und zwar so ordinär, dass es völlig egal ist, wie spät es zu dem Zeitpunkt eigentlich war … Die haben Sorgen, die Briten …

Was würden die wohl sagen, wenn sie wüssten, dass sich die deutschen Muttis (nicht nur) im Rheingau zum gepflegten Sektfrühstück treffen? So gegen 9:00 … um den Tag beschwingt und stilvoll einzuläuten.

Und was ist eure persönliche Wine o’Clock? 

Ein Schluck Sekt am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen? Oder Alkohol doch eher erst nach Eintreten der Dunkelheit? Ich bin gespannt. 😉

Ich finde ja, gepflegter Genuss sollte sich nach dem Anlass richten und nicht nach der Uhrzeit … Und natürlich ist das richtige Maß gefragt.

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Um unserer urdeutschen Tradition des sprudelnden Tagesbeginns zu huldigen gibt es heute einen Klassiker unter den Sekten:

Den Mumm & Co Elegant, trocken, gibt es in allen gut sortierten Supermärkten für ca. € 5,49.

Der bringt stilvoll in Schwung, schmeckt nicht nur den Damen und passt zu den schicken Häppchen der Yuppies ebenso wie zu ordinären Chips aus der Tüte.

Bussi, Bussi! 😉

 

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